FAQ – Fragen & Antworten

Besonders vermeindlich einfach Fragen können selten Raum mit einer einfachen Antwort erklärt werden. Trotzdem versuche ich verständliche und kurze Antworten zu liefern und mit einigen Mythen und Versprechungen aufräumen.

Welches Antitranspirant ist das beste?

Diese Frage kann seriös ebenso wenig pauschal beantwortet werden wie die Frage „Welches Auto ist das beste?“.
Vielmehr gibt es für jede Körperregion, jeden Hauttyp aber auch jeden Geldbeutel mindestens ein passendes Antitranspirant. Es ist deshalb vollkommen nutzlos und sogar irreführend einen „Antitranspirant-Testsieger“ zu küren oder eine pauschale Empfehlung auszusprechen!

Was sagt der Preis über ein Antitranspirant aus?

Die Kosten eines echten Antitranspirants bewegen sich eigentlich immer in einem Rahmen von 200 bis 700 Euro pro Liter. Der Preis kann dabei einen Indikator für die Höhe der Dosierung darstellen, die im besten Fall vom Hersteller direkt angegeben wird.
Auch wenn solche Liter-Preise auf den ersten Blick exorbitant hoch wirkenm können sie bei einem guten Antitranspirant jedoch vernachlässigt werden.

Denn viele Antitranspirante sind so konzipiert, dass bereits ein einziger Tropfen pro Achselhöhle ausreicht, um den Achselschweiß komplett zu unterbinden. Dies bedeutet, dass schon eine 50 ml Flasche eines guten Antitranspirants für 6 – 24 Monate ausreicht.
Somit verursacht ein gutes aber mit 30 Euro sogar bereits verhältnismäßig teuer angesetztes Antitranspirant im schlechtesten Fall tägliche Kosten von 17 Cent – und im Bestfall sogar nur 8 Cent.

Welches Antitranspirant ist Testsieger?

Um einen Testsieger zu ermitteln bedarf es eines unabhängigen und wissenschaftlich aufgebauten Tests. Solche Tests werden in der Regel von den bekannten Institutionen wie der Stiftung Warentest und Öko-Test durchgeführt. Auch dermatologische Tests sind wertvoll, solange deren Methodik seriös ist und klar benannt wird.

Weniger wertvoll bis nutzlos sind Empfehlungen & Testsiegel von Unternehmen, die ein wirtschaftliches Interesse daran haben, dass ein bestimmtes Produkt hervorgehoben wird. Zu solchen Unternehmen zählen insbesondere große Zeitschriften und Medienunternehmen, die versuchen anhand von Affiliate-Partnerschaften Verkaufsprovisionen zu erzielen.

Vorsicht: In aller Regel entstehen solche Empfehlungen & Testsiegel weder unabhängig, noch basieren sie auf wissenschaftlichen Testergebnissen!
Nicht selten schalten solche Unternehmen sogar Werbeanzeigen für ihre Testergebnis-Seite. Unternehmen zahlen also dafür, dass sie über angeworbene Seitenbesuche Verkäufe vermitteln, um damit eine Verkaufsprovision zu erzielen.

Was hilft gegen Schwitzen unter den Achseln?

Was Antitranspirante angeht kann man diese Frage nur unter Berücksichtigung der Schweißmenge beantworten.

  • Leichter Achselschweiß kann sicher mit einem Antitranspirant mit 5-10 % Aluminiumchlorid-Anteil bekämpft werden.
  • Mittlere bis sehr große Schweißmengen unter den Achseln bekämpft man am besten mit einem Antitranspirant mit 15-20 % Aluminiumchlorid-Anteil
  • Schweißmengen die sich mit diesen Dosierungen nicht bekämpfen lassen, können in vielen Fällen mit einem maximal dosierten Antitranspirant mit bis zu 30 % Aluminiumchlorid-Anteil reduzierbar sein.

Was hilft gegen Schwitzen an Händen und Füßen?

Was Antitranspirante angeht würde ich an diesen schwierig zu therapierenden Körperregionen von Beginn an mit einem eindeutig hoch dosierten Antitranspirant arbeiten.

  • Gegen Schweißhände oder Schweißfüße sollte deshalb ein Antitranspirant mit mind. 20 %, besser aber bis zu 30 % Aluminiumchlorid-Anteil zum Einsatz kommen.

Diese maximal Dosierungen sind allein schon aufgrund der Beschaffenheit der Haut notwendig, denn die Haut an den Händen und Füßen ist dicker und widerstandsfähiger als bspw. unter den Achseln. Verursacht wird diese Widerstandsfähigkeit unter anderem durch Hornhaut, die durch die ständige Beanspruchung im Alltag gebildet wird.